Eben weniger als ein Schnitt – Heilen mit fortschrittlicher Technologie
Die Leistenbruch Operation wird durch die minimalinvasiven operativen Behandlungsmethoden (insbesondere durch die Gewebe schonende TEPP / TEP-Technik) für den Patienten erheblich verbessert. Bei routinierter Anwendung führt dies zu hervorragenden Behandlungsergebnissen, mehr Patientenkomfort und sehr rascher Wiedereingliederung in den Alltag.
Was ist ein Leistenbruch und wie entsteht er
Ein sogenannter Eingeweidebruch (lateinisch Hernie) im Leistenbereich ist eine Ausstülpung des Bauchfells durch eine angeborene oder im Laufe des Lebens erworbene Lücke in der Muskulatur der Bauchwand im Leistenbereich. Oberhalb des Leistenbandes spricht man von einem Leistenbruch (lateinisch: Hernia inguinalis), unterhalb von einem Schenkelbruch (lateinisch: Hernia femoralis). Die bereits weiter fortgeschrittene Form des Leistenbruches beim Mann bis in den Hodensack (Skrotum) nennt man Skrotalhernie.
In die durch die Muskellücke sackartige Ausstülpung des Bauchfells (Bruchsack) treten im Stehen und insbesondere beim Pressen, Husten oder Niesen in der Regel Darmschlingen hinein und zeigen eine tastbare bzw. sichtbare Vorwölbung, welche man im Liegen meist problemlos wieder in den Bauchraum zurückschieben kann. Deutliche Schmerzen sind beim Leistenbruch nicht die Regel! Erst bei einer gefährlichen Einklemmung von Darmanteilen oder sonstigen Eingeweiden treten sehr starke Schmerzen auf und es muss umgehend notfallmäßig gehandelt werden, da die eingeklemmten Eingeweide ansonsten absterben und zu schweren Komplikationen führen.
Ein Leistenbruch oder Schenkelbruch ist genetisch bedingt. Männer sind weit häufiger als Frauen betroffen wegen der embryonal bedingten „Wanderung“ der Hoden von der Bauchhöhle durch die Bauchdecke in den Hodensack und dem damit verbundenen Auftreten einer Schwachstelle im sogenannten lateralen Leistenbereich. Entweder wird man mit einem bereits vorhanden Bruch geboren, oder er entsteht allmählich zunehmend unabhängig vom Alter im Laufe des Lebens. Die sogenannten medialen Leistenbrüche, welche immer erst im Laufe des Lebens entstehen, haben ihren Ursprung in einem muskelfreien Dreieck in der Leistenregion. Hier liegt eine Schwachstelle der Bauchwand vor. Man hebt sich also keinen Bruch, wie es gerne im Volksmund heißt! Häufig wird allerdings von Patienten eine Kausalität zum Heben von schweren Lasten, Husten oder Pressen hergestellt. Diese Ereignisse sind wegen ihrer Provokation jedoch nur der Anlass für das erstmalige Registrieren eines Bruches, aber nicht deren Ursache.
Wie wird ein Leistenbruch diagnostiziert
Zur Diagnostik sind eine exakte körperliche Untersuchung und eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) erforderlich. Eine Kernspintomographie (MRT) ist zur Diagnostik des Leistenbruches definitiv nicht erforderlich und auch nicht sinnvoll. Die MRT ist nur bei unklaren Schmerzen oder unklaren Schwellungen in der Leistenregion indiziert.
Beim Leistenschmerz muss differenzialdiagnostisch zusätzlich eine exakte Anamnese (Befragung über den genauen Krankheitsverlauf), d.h. über die Art und Weise des Auftretens von Schmerzen erstellt werden. Insbesondere bei nicht eindeutigen Befunden ist die Konsultation eines erfahrenen Leistenbruch Chirurgen mit zusätzlichen Kenntnissen in der Orthopädie/Unfallchirurgie/Sportmedizin sehr ratsam, um unnötige Operationen zu vermeiden und eine adäquate Therapie einzuleiten.
Die körperliche Untersuchung durch Inspektion und Abtasten der Leistenregion erfolgt im Stehen. Der Patient wird währenddessen aufgefordert zu Pressen oder zu Husten. Der Bruch wölbt sich hervor und lässt sich – bei nicht Einklemmung – auch problemlos wieder zurückdrücken. Ein Bruch lässt sich so in den meisten Fällen bereits feststellen.
Eine Ultraschalluntersuchung ist aus mehren Gründen hilfreich und erforderlich:
- Kleine beginnende Hernien lassen sich nicht immer ertasten
- Auch bei übergewichtigen Patienten ist der Tastbefund nicht immer ausreichend
- Prinzipielle Untersuchung der Hoden
- Differenzialdiagnose „Wasserbruch“ (Hydrozele) beim Mann
- Differenzialdiagnose Krampfadern des Mutterbandes bei Schwangerschaft
- Differenzialdiagnose Leistentumore, Lymphkotenschwellungen
- Farbduplex-Sonographie bei Verdacht auf Gefässerkrankungen im Leistenbereich
Eine exakte Anamnese verbunden mit einer Ganzkörperuntersuchung ist beim Leistenschmerz zur differenzierten Diagnostik seiner Ursachen und der dann notwendigen meist nicht operativen Behandlung von entscheidender Bedeutung!
Wann muss ein Leistenbruch operiert werden
Eine Spontanheilung ist definitiv nicht möglich. Daher sollten sämtliche Hernien in jedem Lebensalter nach Diagnosestellung möglichst bald einer operativen Behandlung unterzogen werden, da sie kontinuierlich an Größe zunehmen und im schlimmsten Fall zu einer Einklemmung führen können, mit der Notwendigkeit einer Notfalloperation.
Die konservative provisorische Behandlung durch ein sogenanntes Bruchband stellt keine adäquate Therapie dar und sollte heutzutage keine Anwendung mehr finden.
Was sind die häufigsten Ursachen für Leistenschmerzen
Besteht hier die Notwendigkeit einer „Leistenbruch Operation“
Meist liegt bei den häufig von Patienten geäußerten Leistenschmerzen kein Leistenbruch vor! Eine „Leistenbruch Operation“ ist bei Leistenschmerzen daher in den überwiegenden Fällen nicht erforderlich. Ursächlich handelt es sich hierbei vorwiegend um diverse orthopädische Erkrankungen oder Verletzungen. In der Navigation unter Schmerzhafte Leiste / Sportlerleiste / Weiche Leiste können Sie sich ausführlicher über Leistenschmerzen und deren Ursachen informieren.
