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Dr. Höllenriegel sieht nur noch bei wenigen Ausnahmen eine Indikation für eine offene herkömmliche Leistenbruch Operation

Bei im Wachstum befindlichen Kindern wird keine Netzimplantation durchgeführt. Hier besteht je nach Alter die Indikation zur Naht in minimalinvasiver Technik oder die Indikation zur offenen Leistenbruch Operation nach Shouldice.

Bei älteren Patienten mit äußerst schweren Herz-/Lungenerkrankungen kann das Narkoserisiko auch in einer Klinik mit modernster Ausstattung zu hoch sein. In diesen seltenen Fällen führt Dr. Höllenriegel die Leistenbruch Operation nach Shouldice oder Lichtenstein in Lokalanästhesie durch.

Bei Zustand nach radikaler Prostata-Operation wegen Karzinom oder Zustand nach Kaiserschnitt muss in Einzelfällen (nicht die Regel!) aufgrund sehr ausgedehnter Verwachsungen von der Vor-Operation bei der TEPP / TEP-Technik als auch bei der TAPP-Technik auf ein offenes Operationsverfahren während der Operation „umgestiegen“ werden.


Bei der offenen Leistenbruch Operation wird in der Leistenregion ein 5-10 cm langer Schnitt gelegt und alle Bauchdeckenschichten präpariert und einzeln vernäht, oder ein Kunststoffnetz durch Nähte fixiert. Diese OP-Methoden können auch in Lokalanästhesie durchgeführt werden.

Leistenbruch Operation nach Shouldice

Seit Jahrzehnten internationaler Standard der konventionellen OP-Technik. Hier werden sämtliche Bauchwandschichten im Leistenbereich einzeln vernäht, insbesondere wird hier die Rekonstruktion der tiefsten Schicht durch Doppelung der sogenannten Fascia tranversalis durchgeführt.

Leistenbruch Operation nach Lichtenstein

Bei dieser OP-Methode wird ein Kunststoffnetz spannungsfrei auf Muskulatur und Leistenband eingenäht unter Neubildung eines Leistenringes.

Es gibt noch diverse weitere offene OP-Techniken (Gilbert, TIPP Verfahren, Rutkow, Minimal Repair), welche Dr. Höllenriegel seinen Patienten nicht empfiehlt.